Harry Potter und die Entdeckung der Liebe
Doch bevor Harry in die letzte Schlacht aufbricht, findet David Yates Bilder für den fünften Teil der Potter-Serie. Der Brite hat sich bislang hauptsächlich mit preisgekrönten TV-Produktionen einen Namen gemacht. Yates ist bereits der vierte Regisseur, der J. K. Rowlings Fantasiewelt auf die Kinoleinwand zaubert. Obwohl alle ihren Arbeiten einen persönlichen Stempel aufdrücken konnten, erscheint die gesamte Potter-Serie harmonisch, was zum einen an der mit Liebe zum Detail entworfenen Ausstattung, aber vor allem am hervorragenden Ensemble liegt, das in vielen Fällen bereits seit dem ersten Teil Harry Potter und der Stein der Weisen dabei ist.
Liebe und Freundschaft
Seit der Nachwuchszauberer die Kinderzimmer erobert, melden sich immer wieder Bedenkenträger zu Wort, die in der Geschichte um einen elternlosen Jungen, der bei seiner Tante unter der Treppe hausen muss und schließlich auf eine Schule für Hexen und Zauberer gehen darf, schlechte Vorbilder und Ideale für die Jugend erkannt haben wollten. Besonders Kirchenvertreter wetterten. Sie beklagten, dass sich der Nachwuchs zugunsten von Magie und Hexerei vom Christentum abwenden könnte. Doch alle Aufrufe zum Boykott verhallten ungehört. Die Potter-Mania ist längst ein globales Phänomen geworden. Geschichten wie die von dem ungeliebten Außenseiter Harry, der durch den Besuch von Hogwarts an Selbstvertrauen gewinnt, begeistern ein Publikum aller Altersschichten. Der Antiheld lernt, wie wichtig Freundschaft und Vertrauen sind, und wächst mit jedem neuen Band der Saga an seinen Aufgaben. Er muss lernen, Entscheidungen zu treffen, Verluste zu verarbeiten und erwachsen zu werden. Wer in die Welt der Joanne K. Rowling eintaucht, kann erstaunt feststellen, wie viele Elemente die Autorin aus der westlichen Mythologie, aus Sagen und Märchen oder der Volksmagie entlehnt hat, um sie dann ...
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