AUF DEN SPUREN DER WEISSEN LÖWEN
Zu Besuch bei Linda Tucker in Südafrika
Es gibt sie wirklich, die Weißen Löwen, und sie sind keine Albinos und keine Verirrung der Natur, sondern eine ganz eigene Spezies. Die Einheimischen verehren sie als die heiligsten Tiere in ganz Afrika. Auch in anderen indigenen Kulturen gelten bestimmte Tiere als heilig oder magisch, etwa der weiße Büffel bei den Indianern oder das weiße Rentier bei den Saamen. Alle diese Tiere sind gefährdet, doch die weißen Löwen, von denen weltweit noch etwa 500 in Gefangenschaft, also in Zoos oder Zirkussen leben, sind in freier Wildbahn überaus selten und werden leider immer noch von Trophäenjägern gejagt.
Die Psychologin Linda Tucker geriet 1991 auf einer Safari im südafrikanischen Timbavati mitten in eine Horde von 24 Weißen Löwen, die keine freundlichen Absichten hatten. Wie durch ein Wunder gelang es der „Löwenkönigin“ Maria Khosa, einer einheimischen Schamanin, Linda aus der gefährlichen Lage zu befreien. Diese außergewöhnliche Erfahrung sollte Linda von Stund an mit den seltenen Löwen verbinden. Mehr noch, sie setzt sich seitdem konsequent für den Erhalt der Tiere und der Natur allgemein ein und wurde von Maria sogar zur Schamanin initiiert. Sie gründete den Global White Lion Protection Trust (WLT), eine gemeinnützige Stiftung zum Schutz der Natur und zur Förderung der umliegenden Dorfgemeinschaften.
Der Weiße Löwe stellt eine tiefgründige Wahrheit dar, die seit undenklichen Zeiten existiert. (Linda Tucker)
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