Magisches Allgäu
Wandern mit Karl Traubel vom Hotel Hubertus
„Allgäu“ ist die Bezeichnung für eine alte Kulturlandschaft, die sich zwischen Lech und Bodensee an den Nordrand der Alpen schmiegt. „Allgäu“ stammt von „Alpgau“. So nannte man zu Zeiten der Grafschaften den Gau, also die ländliche Gegend, die den Alpen vorgelagert ist. Die angrenzenden Gaue im Norden, Westen und Osten waren Nibelgau, Illergau, Argenau und Keltenstein, die ganz oder teilweise im heutigen Allgäu aufgegangen sind. Im Süden gab es keine Grenzen. Hier ging der Alpgau in wildes, unbesiedeltes Land über, wie es in alten Erzählungen aus dem Jahre 1883 von Dr. Fl. L. Baumann heißt: „…in jenen fernen Tagen war nämlich das Thannheimer Thal, das Illerquellgebiet und der Bregenzer Wald noch eine unangetastet grausige Waldwildnis.“ Das hat sich geändert und heute sind die Grenzen zu allen Seiten des Allgäus bestimmt und erschlossen. Und aus der unangetasteten Waldwildnis hat sich eine Region für wahre Naturliebhaber entwickelt, geschätzt wegen des lieblichen malerischen Landes, das gleichzeitig kraftvoll, wild und immer noch irgendwie fremd und geheimnisumwittert wirkt.
Kraftorte und starke Natur
Die Mythologie und Kultur des Allgäus gehen auf die keltisch-stämmige Urbevölkerung zurück. In deren Heimat, den unzugänglichen Bergtälern, hielt das Christentum erst Einzug, nachdem es den Rest der Welt schon längst erobert hatte. Und so haben sich uralte Sagen und Bräuche noch lange erhalten können. Die Einflüsse der späteren Besatzer, angefangen von den Römern über die Alemannen bis hin zu den Franken, konnten sich hier weniger stark verankern als in den leichter zugänglichen Gebieten.
Eine weitere Definition für das Allgäu lautet: Gau des Alls. Denn hier gibt es viele natürliche Kraftorte, die in Resonanz mit den Planeten des Himmels stehen
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