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Advent

Advent

Stimmungs- und „schlemmungs“- volle Zauberzeit…

In der Vorweihnachts-Zeit laden heimeliges Kerzenlicht und der Duft frisch gebackener Plätzchen zum seelischen Auftanken ein und verschönern uns bei heißem Tee oder Punsch, entspannender Musik und guten Gesprächen die Wartezeit bis zum Fest.

AM 4. SONNTAG VOR WEIHNACHTEN beginnt der Advent, die Zeit, in der sich die christliche Welt auf die Ankunft (Geburt) des Heilands in der Heiligen Nacht einstimmt. Diese Tage werden begleitet vom Duft der brennenden Kerzen am Adventskranz, dem Genuss süßer Köstlichkeiten und dem Geruch der weihnachtlichen Gewürze aus „Mutters“ Küche. Kardamom und Zimt, Muskat und Nelken, Honig und Vanille enthalten wie andere traditionelle „Lebkuchengewürze“ stimmungs-aufhellende Stoffe, die gerade in der dunklen Jahreszeit positiv wirken.

Selbst wenn Weihnachten viele Vorbereitungen im weltlichen Bereich erfordert, sollte in der stilleren Winterzeit parallel dazu auch die spirituelle Praxis der Meditation geübt werden, um das Licht der Seele in sich selbst zu stärken oder (wieder) zu finden. Also nicht nur die 24 Türchen am Advents-Kalender öffnen, um die darin wartenden Geschenke zu entdecken, sondern ebenso oft die eigene Herzens-Tür mit ihren verborgenen Geheimnissen…

BEREITS IN VORCHRISTLICHER ZEIT wurde das Wintersonnenwendefest gefeiert, um die Erneuerung und Wiederkehr der Sonne von den Göttern zu erbitten. Kultspeisen und Opfergaben wurden in rituellen Zeremonien dargebracht. Einiges aus jenen Zeiten hat sich bis heute als Brauchtum oder Tradition erhalten. Wärme und Licht in Form von Feuer, Fackeln und Kerzen schaffen Behaglichkeit und bannen die Dunkelheit.

Schon das alte Volk Israel lernte in den Jahren seiner „babylonischen Gefangenschaft“ den Kult der als Schöpferin des Universums verehrten Mutter-Gottheit Tiamat kennen und schätzen, da er frei von Blut-Opfern war. Kult-Opfer waren dafür Wein und duftendes Gebäck in Form von Sonnen, Sternen und Halbmonden. Es repräsentierte die vielfältige Gestalt der Himmelskönigin. Im Christentum wurde deren Stellung später von Maria eingenommen. Der Advent ist also auch die Zeit, in der wir der Leben spendenden mütterlichen Kraft Gottes gedenken (vgl. „Bücher zum Thema“).

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