Genuss muss sein!
Dauerhaft gesund und fit ohne Stress
Patric Heizmann
Herr Heizmann, Sie geben Ihren Lesern und Zuschauern Tipps für eine gesunde Lebensweise mit auf den Weg: Bewegung, gesunde Ernährung zur rechten Zeit. Wie steht es denn mit Ihnen? Haben Sie sich schon immer gesund ernährt?
Nein! Überhaupt nicht. Bis in meine Teenagerzeit hinein habe ich mich sogar außergewöhnlich schlecht ernährt. Ich habe es nie anders gelernt. Das ist kein Vorwurf an meine Eltern, denn früher war das Thema Ernährung nicht so präsent, wie es heute der Fall ist. Ich war Haselnusscremeabhängig, habe Snickers-Brötchen gegessen und literweise Cola getrunken, und zwar so exzessiv, dass ich heute keinen Schluck davon mehr trinken könnte. Ich mag es eigentlich gern sehr süß, aber mit den Jahren hat sich geschmacklich bei mir einiges verändert. Um es kurz zu machen, ich habe sehr große Ernährungsfehler gemacht.
Es ist ja häufig so, dass besonders Kinder und Jugendliche sehr süße Sachen mögen, die sie später als Erwachsene einfach nicht mehr essen möchten. Verändert sich im Laufe des Lebens unsere Geschmackssensibilität?
Definitiv. Mit zunehmendem Alter verändern sich unsere Ge schmacksnerven. Es gibt Menschen, die dann auf sehr süße Sachen mehr und mehr verzichten oder nur noch in kleinen Mengen essen. Andere wiederum desensibilisieren und können den Hunger auf Süß sogar noch steigern. Das hängt nicht unwesentlich davon ab, wie sie sich sonst ernähren. Jeder Mensch hat eine so genannte somatische – sprich körpereigene – Intelligenz. Die wird durch Bewegung geweckt. Viele Menschen essen auch, weil sie den Spaß am Leben vermissen, weil ihnen langweilig ist oder weil sie einsam und unglücklich sind. Die greifen dann vermehrt zu Süßigkeiten, denn die machen für eine kurze Zeit glücklich. Ein Mensch jedoch, der sich die Glückshormone über die natürliche Bewegung holt, tut dies nicht mehr primär über das Essen. Das Unterbewusstsein wird völlig unterschätzt.
Jeder Mensch hat eine körpereigene Intelligenz. Die wird durch Bewegung geweckt.
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