Mineralmangel – was tun?
Aufgrund der Diskussion über den Mangel vor allem an Kalzium und Magnesium in der täglichen Ernährung werden in jedem Supermarkt verschiedenste Mineralstoffergänzungen angeboten und tonnenweise verkauft. Jährlich mehr als 300.000 Osteoporose-bedingte Knochenbrüche zeigen jedoch, dass diese ebenso wie der hohe Konsum von Milch und Milchprodukten wirkungslos sind.
Ebenso wenig wirkt Mineralwasser, denn sonst müssten Bewohnern von Kalkgebirgen (z.B. Schwäbische Alb) weniger oft Knochen brechen als Bewohnern von Granitgebirgen (z.B. Schwarzwald). Über die Ursache des Mineralmangels gibt es unter dem Stichwort Säure-Basen-Haushalt genügend Literatur. Hier werden deshalb grundlegende Mechanismen der Mineralaufnahme aufgezeigt.
Die Aufnahme von Mineralien im Körper
Der Schlüssel zum Verständnis der Mineralaufnahme liegt in der Physiologie des Darmes. Wir nehmen Nahrung und Mineralien über den Dünndarm auf. Dieser ist ca. 3 m lang und innen sehr stark in Darmzotten und so genannte Microvilli aufgefaltet, so dass seine innere Oberfläche eine Resorptionsfläche von ca. 60 m2 hat, die von der Darmschleimhaut bedeckt ist.
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