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„Möge dein Reis nie anbrennen!“

„Möge dein Reis nie anbrennen!“

Glücks-Kost zum chinesischen Neujahrsfest

Das wünschen sich Chinesen zum Neujahrsfest, dieses Jahr am 14. Februar. Es ist im Reich der Mitte das wichtigste Fest überhaupt und wird traditionell im großen Familienkreis begangen. Serviert werden dann „Glücks-Speisen“ wie „Goldfaden“-Nudeln und „Erfolgs- Gemüse“ wie Chinakohl…

DAS CHINESISCHE NEUJAHRSFEST

findet nach dem chinesischen Mond-Sonne- Kalender immer zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, genauer am 2. Neumond nach der Wintersonnenwende. Es ist das wichtigste chinesische Fest überhaupt und wird traditionell im großen Familienkreis begangen, ähnlich wie bei uns Weihnachten. Eigentlich verteilt es sich (ebenfalls ähnlich wie unser Weihnachtsfest) auf drei Feiertage, die sich bis auf zwei ganze Feierwochen ausdehnen können. (Auch unsere Weihnachtszeit endet erst mit der „Baum-Auskehr“ nach dem Dreikönigstag am 6. Januar.) Viele Erwerbstätige sparen sich für diese Zeit ihren gesamten Jahres-Urlaub auf.

Kinder bekommen zu Neujahr Geldgeschenke in roten Kuverts, der chinesischen Glücksfarbe. Auch das chinesische Glücks- Krafttier, der Drache, ist von roter – und goldener – Farbe. Bei festlichen Umzügen vollführen Riesendrachen (bzw. die darin steckenden Menschen) einen ausgelassenen Freudentanz. Da die Chinesen bekanntlich das Schießpulver erfunden haben, gehören natürlich auch bunte, rauchende Feuerwerks-„Knallereien“ zum Festprogramm (Silvester lässt grüßen…). Sie sollen das legendäre Monster Nian verjagen, das früher in der Neujahrsnacht sein zerstörerisches Unwesen trieb, bis man entdeckte, dass es Angst vor Krach, Feuer und der Farbe Rot hatte.

Rot und gold ist auch der Festschmuck der Räumlichkeiten: Lampions und Papierbänder, auf denen in schwarzer Tusche Neujahrswünsche und -sprüche stehen, und goldene Glückszeichen an den Wänden. Nachdem man schon im Vorhinein die Häuser mit Bambuszweigen gereinigt hat, nimmt man auch gleich einen Anstrichoder „Tapetenwechsel“ vor, schneidet (nicht nur) beim Friseur „alte Zöpfe ab“ und deckt sich mit neuer Kleidung und anderen neuen Bedarfsgütern ein.

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