O Maienbaum, o Maienbaum!

O Maienbaum, o Maienbaum!

Frisches Tannengrün in der Küche

„Von drauß’ vom Walde komm ich her und muss euch sagen: es frühlingt sehr! Und überall an den Tannenspitzen sah ich lindgrüne Wipfel sitzen...“ Aus diesen Wipfeln (beim Mai-Ausflug pflücken!) lassen sich ganz besondere Waldlust-Spezialitäten kreieren.

BÄUME WAREN SCHON AUF DER WELT, als wir Menschenkinder noch in Abrahams Schoß weilten und auf unseren Auftritt warteten. Sie sind demnach unsere Ahnen und älteren Geschwister. Seit Urzeiten boten sie uns und unseren Brüdern, den Tieren, Schutz, Heilung und Nahrung. Als stille Zeitzeugen haben die Bäume die gesamte Menschheitsgeschichte begleitet. Im Heiligen Land stehen heute noch Olivenbäume aus der Zeit Jesu. Auch Mammutbäume können über 2.500 Jahre alt werden. Fichten und Tannen bringen es immerhin auf „ungeföhr“ bis zu 600 Jahre! Auch die bisher bekannte älteste Pflanze unseres Planeten ist ein Baum, eine Fichte aus der schwedischen Provinz Dalarna. Sie keimte schon vor rund 10.000 Jahren aus und schlug noch in der Steinzeit Wurzeln!

BÄUME SIND RICHTIGE LEBEWESEN! Dieses für viele noch ungewohnte Wissen gilt für alle Pflanzen und ist dank den allerneuesten Forschungsmethoden nun erstmals zu belegen. Bäume können zum Beispiel durch Botenstoffe über weite Strecken miteinander kommunizieren, sich gezielt gegen Fressfeinde verbünden und sie sogar mit gemeinschaftlich erzeugten Giftstoffen töten. Bei Verletzungen werden die entsprechenden Daten analysiert (Was ist passiert? Wo ist der Schaden? Wie groß ist er?) und an sämtliche Pflanzenteile weitergegeben. Dann werden geeignete Rettungs- und Heilmaßnahmen ergriffen. Die Pflanze kommuniziert also auch mit sich selbst, im Prinzip nicht anders als der ungleich komplexere menschliche Organismus.

Im Klartext heißt das: Pflanzen können denken! Sie können bis zu 15 verschiedene Informationen aufnehmen, auswerten und die Folgerungen daraus in die Praxis umsetzen. So entscheiden sie zum Beispiel im beginnenden Frühjahr, ob sie schon anfangen können auszutreiben, oder noch nicht. Ihr Gehirn sitzt in ihren Wurzelspitzen. Dort finden sich Zellen, die unseren Neuronen sehr ähnlich sind. Entfernt man die Spitzen, verhalten sich die Pflanzen „kopflos“ und wissen zum Beispiel nicht mehr, wo sie am besten hinwachsen sollen. Das Fazit der vorerst noch ganz wenigen Forscher-Pioniere auf diesem Gebiet: „Die Grenzen zwischen den Arten und zwischen der so genannten belebten und unbelebten Natur sind nicht nur fließend, sondern schon dabei, sich aufzulösen.“

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

AGBCopyright & DatenschutzImpressumKleinanzeige aufgeben