Teil 6: Die Kokosnuss
Harte Schale, gesunder Kern
Die Kokospalme ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Fossile Funde in Neuseeland weisen darauf hin, dass sie dort schon vor mehr als 4000 Jahren an den Stränden gewachsen sein muss.
Eine Kokospalme kann bis zu 30 m hoch wachsen und je nach Alter zwischen 50 und 400 Nüsse pro Jahr tragen, die abhängig vom Standort unterschiedlich groß werden können. Die kleinste Sorte, die mit einem Nussknacker geöffnet werden kann, findet man in Chile. Die größte Variante wächst ausschließlich auf der Seychellen- Insel Praslin. Sie ist herzförmig und wird bis zu 20 kg schwer. Auch farblich variiert die Palmfrucht von grün, orange über gelb bis hin zu rot. Da die Palmen ganzjährig Früchte in unterschiedlichen Reifestadien tragen, können sie auch ständig geerntet werden. Dazu klettern Erntehelfer den Stamm hoch und schlagen die Nüsse ab. In Asien hat man Makaken-Affen abgerichtet, die auf Kommando die Nüsse so lange drehen, bis sie abfallen.
Heute wird die Palme in Äquatornähe kultiviert, denn sie hat es gern warm. Dabei führen die Philippinen und Indonesien die Kokosnussproduktion weltweit an. Den größten Verbrauch hingegen hat Thailand. Weitere Anbaugebiete sind Vietnam, Australien, Indien, Ostafrika, sowie Mittel- und Südamerika. Die Spanier gaben der Palmfrucht schließlich den passenden Namen Cocos, was so viel wie „Grimasse“ bedeutet und auf die drei Augen an der Unterseite der Nuss verweist.
Die Südseevölker nennen die Kokospalme wegen ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten auch „Baum des Lebens“.
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