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Sich geborgen fühlen. - Foto: Archiv S. Schütz

Buchtipps

Harold Dull
Watsu: Freeing the Body In Water
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Watsu - Geborgenheit finden im nassen Element

Watsu - Geborgenheit finden im nassen Element

In den 1980er Jahren entwickelte der Amerikaner Harold Dull aus dem Zen-Shiatsu heraus eine sanfte Körpertherapiemethode, die im 35°C warmen Wasser stattfindet. Er nannte sie Wasser-Shiatsu oder kurz Watsu. Die Münchner Therapeutin Sibylle Schütz erklärt, wie es funktioniert, wirkt und worauf man achten sollte.

Fotos: Archiv S. Schütz

Was genau passiert beim Wasser-Shiatsu?

Es ist eine wunderbare Methode zur Tiefenentspannung. Ich kenne sehr viele Körpertherapien und Massagemethoden. Die intensive Tiefenentspannung jedoch, in die man beim Watsu kommt, habe ich sonst noch nirgendwo so erlebt. Bereits das warme Wasser wirkt entspannend. Das kennt jeder aus eigener Erfahrung, wenn er in eine warme Badewanne steigt. Die Anspannung fällt von einem ab und man kommt einfach von seinem Stresslevel herunter. Jetzt müssen Sie sich nur noch vorstellen, dass Sie in diesem warmen Wasser massiert, gedehnt, gestreckt und gehalten werden. Dabei fühlt man sich absolut geborgen.

Was unterscheidet Wasser-Shiatsu vom klassischen Shiatsu?

Ein entscheidender Unterschied ist der, dass ich mich als Therapeutin nicht mit meinem Körpergewicht einbringe, indem ich mich in den Körper des Klienten lehne. Das kann ich im Wasser natürlich nicht so machen, weil er mir sonst davonschwimmt. Aber was beide Varianten verbindet, ist die Arbeit mit den Meridianen, den Energieleitbahnen im Körper. Zwar können wir nicht alle Meridiane so ausführlich wie beim klassischen Shiatsu bearbeiten, doch aktiviere ich beispielsweise den Blasenmeridian sowie den von Magen, Milz, Leber und Galle. Damit kann die Lebensenergie wieder freier fließen. Weiterhin mache ich Gelenklockerungen, die auch aus dem klassischen Shiatsu kommen und im Wasser besonders effektiv sind, da die Gelenke im Wasser beweglicher sind. Ebenso kann ich die Wirbelsäule, die von ihrem Gewicht befreit ist, hervorragend lockern. Hinzu kommen noch Stretching-Elemente, die im Shiatsu ebenfalls üblich sind und die im Wasser problemlos ausgeführt werden können, gerade weil der Körper im Wasser viel freier beweglich ist, da wie bereits erwähnt das Gewicht nicht auf Knochen, Muskeln und Gelenken lastet.

Stellen Sie sich vor, dass Sie in warmem Wasser massiert, gedehnt, gestreckt und gehalten werden.

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