Auf zur Ganzheit
Stanislav Grof und das holotrope Bewusstsein
LSD – Eine verwirrende Erfahrung
In der breiten Öffentlichkeit wird LSD meist mit ausgeflippten Hippies und Rauschpartys der späten 60er Jahre assoziiert. Nur wenige wissen, was diese chemische Substanz ist und welche heilende Wirkung sie in einem psychotherapeutischen Rahmen haben kann. Als Prof. Dr. Albert Hofmann 1943 das LSD (Lysergsäurediethylamid) entdeckte und an sich selbst ausprobierte, veränderte das sein Weltbild radikal. Und ähnlich erging es später Wissenschaftlern wie Timothy Leary, John Lilly, Richard Alpert (Ram Dass) und Stanislav Grof. Es handelt sich um die stärkste psychoaktive Droge überhaupt.
Grof war einer der ersten, die LSD therapeutisch einsetzten, und das ausgerechnet hinter dem „Eisernen Vorhang“, in der psychiatrischen Forschungsanstalt in Prag. Bereits Mitte der 50er Jahre erhielt die Psychiatrische Abteilung der medizinischen Fakultät, wo Grof als Assistent arbeitete, LSD 25 von Dr. Hofmann von der Schweizer Pharmafirma Sandoz zu Testzwecken. Im Beipackzettel zu den Proben wurde angeregt, dass Fachleute, die mit psychotischen Patienten arbeiteten, diese Substanz möglicherweise als revolutionäres Hilfsmittel für ihre Ausbildung benutzen könnten. Psychosen waren und sind rätselhaft. Sie gleichsam von innen her zu erforschen erschien Grof eine faszinierende Möglichkeit. Nachdem er viele LSD-Sitzungen als Medizinstudent begleitet hatte, durfte er schließlich selbst die Erfahrung machen.
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