DAS PRICKELN DES YOGI
Die Bedeutung der Gänsehaut in der spirituellen Tradition Indiens
Wir alle kennen dieses Prickeln auf der Haut, bei dem sich die Körperhärchen aufstellen. Oft geht dieses Gefühl einher oder wird gleichgesetzt mit Frösteln, Schauer sowie bestimmten positiven und negativen emotionalen Zuständen. Weil die Haut dabei so hügelig wie bei einer gerupften Gans aussieht, sprechen wir von „Gänsehaut“.
Für die gelehrten Inder vergangener Jahrhunderte hatte dieses Phänomen gesundheitliche, sexuelle und vor allem spirituelle Bedeutungen. Hrsh, harshana, pulaka, romancita sind einige der zahlreichen Namen für das Prickeln, die sich in den alten Sanskrit-Texten finden lassen.
Es fällt auf, dass die Gänsehaut in ihrem ganzen Spektrum wahrgenommen wird: Sie kommt sowohl in positiven wie negativen, in profanen wie religiösen Situationen vor. Auslöser können bestimmte Krankheiten sein, physikalische Einwirkungen und Sinnesreize wie Kälte und Berührung sowie Emotionen wie Freude, Ärger, Verwunderung, Angst und andere.
Mit Tränen und dem Sträuben der Härchen vor Glückseligkeit kommt es zur Ekstase Gheranda-Samhita
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