DIE KARAWANE DES WANDELS

DIE KARAWANE DES WANDELS

Teil:3 Eine Reise durch drei aktuelle Bewusstseinsfelder der Gegenwart

Im dritten Teil dieser Serie stellt Karl Gamper die Grundzüge eines Neuen Bewusstseins vor, für das er den Begriff „synchrones Bewusstsein“ anbietet.

In den beiden vorherigen Teilen dieser Serie haben wir uns dem modernen und dem postmodernem Bewusstsein zugewandt. Heute geht es um jenes Bewusstsein, für das ich den Namen „synchrones Bewusstsein“ vorschlage. Der prominenteste Mensch, dem ich diese Gedanken in einem schöpferischen Dialog präsentieren durfte, ist Hans-Peter Dürr. Es war faszinierend. Wir trafen uns stundenlang in einem Hotel am Zürichsee. Professor Dürr, Quantenphysiker von Weltruf, ermutigte mich sehr, mit diesem Begriff weiterzugehen, den er als „überaus stimmig“ empfand.

Synchrones Bewusstsein

Nun, worauf liegt der Fokus bei einem synchronen Bewusstsein? Es ist in erster Linie die Abwesenheit von etwas, nämlich die Abwesenheit der Illusion des Getrennt-Seins. Das Ego wird radikal – und hier möchte ich einfügen: zellulär, existentiell – als Produzent jener Selbstbilder erkannt, die uns in die kollektive Trance der Machbarkeit von allem geführt haben. Und zwar aus dem Ego heraus – das sich damit zum Schöpfer aufspielt. Es gilt, durch diese Illusion hindurchzusehen. Dann erkennen wir unsere Individualität und unser Verbunden-Sein. Mehr noch: Wir fühlen uns in diesem Paradoxon geborgen und werden zum magischen Kanal. Magie ist die durch uns hindurch wirkende Schöpfer- oder Lebenskraft.

Ein synchrones Bewusstsein versteht, dass unser Leben eine Biographie des Göttlichen auf Erden ist. Wir werden zu einem Gefäß der Versöhnung. Jeshua sagte vor 2.000 Jahren: „Ihr seid der Kelch des ewigen Bundes.“ Welchen Bundes? Des Bundes aus Geist und Materie. Pythagoras sprach zu seiner Zeit von diesem Bund als einem „ehernen Gesetz, das Kraft an Notwendigkeit bindet“. Mit „Kraft“ meinte er den Geist, den Spirit. Mit „Notwendigkeit“ den Körper, die Materie. Als Kraft bezeichnete er das Herz, mit Notwendigkeit den Verstand.

Aus schamanischer Sicht ist Erleuchtung nichts anderes als die Erkenntnis, dass wir Spirit sind. Wir sind somit der Geist, der sich seiner selbst bewusst wird. Anders gesagt: Wir sind jener Teil der Natur, der erwacht. Daraus lässt sich ein Quantensprung formulieren, der da lautet:

Ein synchrones Bewusstsein versteht, dass unser Leben eine Biographie des Göttlichen auf Erden ist.

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