Eine Weltmacht in der Kritik
Gastland China auf der Frankfurter Buchmesse
Die Volksrepublik China ist für viele ein Schreckgespenst. Die Chinesen unterdrücken nach wie vor brutal die Tibeter und die moslemischen Uiguren. Offiziell verstehen sich die Menschen in dem riesigen Vielvölkerstaat alle wunderbar. Tatsächlich gibt es aber unzählige Probleme in der Bevölkerung, die von der Polizei gezielt ignoriert oder gar mit drastischen Strafen beantwortet werden. Unsägliche Armut der Menschen in ländlichen Religionen, allenthalben Kindesentführungen (jede Familie darf nur ein Kind haben), Umsiedlungen (bei Staudammprojekten etc.) gegen den Willen der Bevölkerung, Unterdrückung der Meinungsfreiheit, Inhaftierung und Folterung Oppositioneller. In China werden weltweit die meisten Todesurteile verhängt. Amnesty International und viele ähnlich ausgerichtete Organisationen werfen China gravierende Verletzung der Menschenrechte vor. Die Regierung in Peking weist alles stur zurück. Wie schon bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2008 nach Peking ist auch die Einladung Chinas als Gastland zur Frankfurter Buchmesse der diplomatische Versuch einer Einbindung in ein kooperatives Miteinander.
Des Wassers Güte ist es, allen Wesen zu nützen ohne Streit. (Laotse, Tao Te King)
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