Erinnerungen an frühere Leben

Erinnerungen an frühere Leben

Ein modernes Karma-Modell

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Karmagedanke im Westen immer mehr durchgesetzt, und zwar erstaunlicherweise unabhängig von esoterischen Kreisen oder bestimmten östlichen Religionen. Mittlerweile gibt es auch erste theoretische Ansätze, um Karma naturwissenschaftlich zu verstehen, etwa die Theorie der morphischen Resonanz des Biologen Rupert Sheldrake.

Reinkarnation in der Geschichte

Menschen stemmen sich aus bestimmten Gründen vehement gegen den Karma- und Reinkarnationsgedanken, weil er ihre ideellen Grundfesten bedroht. So wird ein überzeugter Naturwissenschaftler nicht an Reinkarnation glauben, denn sie stellt das Paradigma eines letztlich seelenlos gedachten Universums in Frage. Auch bestimmte Religionen lehnen den Karma- und Reinkarnationsgedanken ab. Für Katholiken etwa kommt eine Wiedergeburt deswegen nicht in Frage, weil sie offiziell nicht gelehrt wird, obwohl die Lehre von der Wiedergeburt erst 543 n.Chr. aus der offiziellen Lehre der christlichen Kirche verbannt wurde.

Eine Renaissance erfuhr der Karma- und Reinkarnationsgedanke zu Beginn der Aufklärung und der Industriellen Revolution, vor allem, weil östliches Gedankengut erstmals populär wurde. Zeitweise scheint es in gebildeten Kreisen des Bürgertums des 18. Jahrhunderts Mode gewesen zu sein, sich als Inkarnation einer großen historischen Persönlichkeit auszugeben. Es wimmelte von Napoleons und Caesaren, bis es mit dem Siegeszug der Naturwissenschaft immer verpönter wurde, sich als Anhänger der Wiedergeburtslehre auszugeben.

Immerhin verwundert die große Zahl an prominenten Geistesgrößen, die an die Wiedergeburt geglaubt und sich teilweise bis in die Neuzeit dazu bekannt haben. Dazu gehören:

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