JATISMARAN
Rückkehr zum Ursprung der Erinnerung
Der Film des Lebens – wozu?
In der geleiteten Tiefenentspannung einer Rückführungssitzung öffnen sich die Pforten des Unterbewusstseins. Dabei tauchen bisweilen Traumbilder und filmähnliche Szenen von erstaunlicher Lebendigkeit auf. Vielleicht nicht so gestochen scharf wie auf der Kinoleinwand, doch auf der Projektionsfläche des Bewusstseins erscheinen Geschichten von mehr oder weniger plausiblen Situationen, die in anderen Zeiträumen spielen. Der Geist, der unentwegt Gedanken und Bilder hervorbringt, erweist sich als eine unversiegbare Quelle, die immer neue Drehbücher des Lebens schreibt. In den Anfangsstadien der Entspannung im Alphazustand (13 – 8 Hertz) des Bewusstseins mag es sich um vorgestelltes, phantasiertes Bilderleben handeln. Doch wenn die vernunftorientierte linke Gehirnhälfte die Kontrolle loslässt, können tatsächlich Erinnerungen mit großem Wirklichkeitsgehalt aus fernen Zeiten ins Bewusstsein dringen. Diese grenzenlose Kreativität mag auf den ersten Blick verwirren, doch im innersten Kern trägt sie die Lösung vieler Probleme in sich, indem sie Heilungen in Gang setzt und Möglichkeiten der Selbstfindung und der Selbsthilfe bietet.
“Was wir heute sind, entspringt unseren gestrigen Gedanken, und unsere gegenwärtigen Gedanken erschaffen das Morgen: so ist unser Leben nichts anderes als die Schöpfung des Verstandes.“ (Buddha, Dhammapadda)
Unweigerlich drängt sich vielen die Frage nach dem Sinn und Zweck von Rückführungen in das Labyrinth der Erinnerung auf: „Wenn die Vergangenheit unumkehrbar entschwunden ist und nur der Augenblick tatsächlich existiert, wozu soll dann das Schwelgen in Erinnerungen gut sein?“ Oder: „Sind vergangene Leben real, haben sie eine objektiv ...
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