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Richard Bach
Der Pilot: Die Weisheit wartet über den Wolken
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Können wir der Welt entfliegen?

Können wir der Welt entfliegen?

Richard Bach spricht über seinen neuesten Roman

Sein erster Roman „Die Möwe Jonathan“ wurde vor über 30 Jahren ein Welterfolg. Auch die darauf folgenden Bücher des passionierten Fliegers Richard Bach haben viele Menschen in spiritueller Hinsicht stark beeinflusst. Zu seinem aktuellen Roman „Der Pilot“ befragte Christian Salvesen den berühmten Autor

Lieber Herr Bach, gibt es Parallelen zwischen Ihrem neuen Buch und „Die Möwe Jonathan”?

Haben Bestseller wie „The Secret“, „Bleep“ oder die Diskussion um das Gesetz der Anziehung Sie irgendwie beeinflusst oder herausgefordert? Ich sehe wenige Parallelen zwischen „Jonathan“ und meinem neuen Buch. Allerdings weisen beide darauf hin, dass wir mehr sind, als wir zu sein scheinen. Und ich kenne zwar das Gesetz der Anziehung, lese aber kaum irgendwelche Bestseller. In meinem Buch „Illusionen“ gibt es einige Andeutungen, die schon vor 30 Jahren auf die Essenz des „Piloten“ hinweisen. Seit meiner Kindheit fasziniert mich Hypnose, aber ich lerne anscheinend nur langsam. Es hat fast ein Jahrhundert gedauert, bis ich das Offensichtliche schließlich auf diesen Buchseiten zusammentragen konnte.

Würden Sie sagen, dass Gedanken die Realität erschaffen? Aber ist nicht der nächste Moment eigentlich unvorhersehbar?

Was würde es bedeuten, wenn wir wirklich über den nächsten Augenblick entscheiden könnten? Gedanken haben überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Nach meiner Auffassung existiert die Realität jenseits von all unseren Illusionen von Raum und Zeit, jenseits unserer Überzeugung, von der vollkommenen Liebe getrennt zu sein, die ich auch das IST nenne. Für mich ist diese nicht wahrgenommene Vollkommenheit das einzig Wirkliche, und alles andere, all die Vorstellungen von Galaxien, Welten und Gesellschaften, von Häusern und Wirtschaftssystemen, von Körpern und Flugzeugen, ist es nicht. Diese Vorstellungen erscheinen uns sehr real, sind gewiss wertvolle Hilfsmittel des Verstehens, doch für mich gibt es ein IST, und „wir“ sind untrennbar von dieser Liebe. In diesem Leben habe ich das rein-strahlende Licht nur etwa 75 Sekunden lang gesehen und im Tiefsten erkannt – und das waren erstaunliche Sekunden!

Affirmation: Ich bin eine vollkommene Ausdrucksform des vollkommenen Lebens, hier und jetzt. Richard Bach

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