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Ernst Bloch
Das Prinzip Hoffnung. 3 Bd.
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Prinzip Hoffnung

Prinzip Hoffnung

Wunschvorstellung und Utopie in der Philosophie von Ernst Bloch

Wir sind als Menschen auf die Zukunft gerichtet: hoffend, erwartend, unsicher, besorgt. Ernst Bloch, einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, hat diesen Aspekt systematisch untersucht und positiv ausgewertet. Wir können aus seinem Werk tiefe und nachhaltige Einsichten gewinnen.

Hoffnung aufs Überleben

Die Hoffnung ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann uns über schwere Stunden hinweghelfen, aber auch etwas vorgaukeln, was nicht wahr ist. In letzter Zeit hört man öfter den Satz: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Wir sterben alle, und immer zu früh. Und dann? Wo bleibt da die Zukunft? Sicher, auch Krebskranke im Endstadium hoffen bis zuletzt. Worauf? Dass sie noch einige Tage, Monate oder Jahre weiterleben? Das Leben selbst scheint wie eine ständige Hoffnungsinjektion: Immer noch ein wenig weiter leben! In diesem Sinne können wir als einzelne Lebewesen gar nicht anders, als darauf zu hoffen, dass es weitergeht – mit uns, dem Leben – und zwar so gut wie möglich. Selbst Tiere, unsere geliebten Haustiere, Hunde, Katzen, scheinen das so zu empfinden.

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern. (Ernst Bloch)

Wir alle wollen so lange und so glücklich leben wie irgend möglich. Das ist offensichtlich ein biologisches Überlebensprogramm. Doch darüber hinaus gibt es auch so etwas wie eine Zukunftsvision, einen individuellen und einen gesellschaftlichen Lebensentwurf. Für viele mag das die Altersvorsorge und ...

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