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Madonna im Garten

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Iris Kunze
Soziale Innovationen für zukunftsfähige Lebensweisen.
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SERIE TEIL 2: Gemeinschaftlichkeit der Zukunft - Der Lebensgarten Steyerberg

SERIE TEIL 2: Gemeinschaftlichkeit der Zukunft - Der Lebensgarten Steyerberg

Spiritualität als Anker für Gemeinschaft

Immer mehr Menschen leben in kleinen, alternativen Gemeinschaften. Dr. Iris Kunze erforschte etliche solcher Projekte und diskutiert in dieser dreiteiligen Serie drei Beispiele anhand der Themen neue Lebensweise, Spiritualität und solidarische Ökonomie – diesmal den Lebensgarten Steyerberg.

Die Popularität der Kirchen ist gesunken, die Menschen können sich frei für einen oder keinen Glauben entscheiden und das Angebot über verschiedenste spirituelle Wege ist fast unüberblickbar. Die Freiheit des Entscheidens wird zunehmend auch zum Wunsch und Bewusstsein, das eigene Leben selbst zu kreieren: „Bestellungen beim Universum“, „Du bist, was Du denkst“ führen vor Augen, dass wir die Schöpfer unseres Lebens sind.

Warum bekommen wir erst jetzt nach der Moderne diese Möglichkeit? Offensichtlich wurde zuvor nicht genügend Sorge getragen, vielfältige Optionen offen zu halten. Ich möchte das nicht nur auf Religion, sondern auch auf soziale und ökonomische Lebensmodelle beziehen, denn dies ist das irdische Feld, in dem sich unsere spirituellen Sehnsüchte manifestieren können oder eben nicht. Vor der Moderne war dieses Feld auf traditionelle Familienstrukturen oder das Leben als Magd oder Lehrling an großfamiliäre Betriebe angebunden, von denen man ökonomisch abhängig war.

Die Modernisierung brachte eine Befreiung aus diesen engen Sozialstrukturen. Aber die so angepriesene Individualisierung zeigt auch Schattenseiten. Die nicht selbst gewählte Vereinzelung nimmt zu und scheint ein zentraler Auslöser für Depressionen, Angstneurosen und Abdriften in irreale Welten zu sein. Denn die Optionen für Gemeinschaft sind rar und schwierig zu „kreieren“. Warum ist das so und wie können wir es ändern? In Gemeinschaft zu kommen wird durch innere und äußere Ursachen verhindert. Innerlich stehen unrealistische Erwartungen im Weg, und es fehlt an Beziehungsfähigkeit, die man in der heutigen Gesellschaft nicht genug gelernt hat. Äußerlich mangelt es an Konzepten sowie konkreten Wohnund Arbeitsmöglichkeiten, um gemeinschaftliche Beziehungen in einer individualisierten und materialistisch überfrachteten Gesellschaft zu leben. So weit grob zu den Hürden.

Mystische, spirituelle Wege sind mit Gemeinschaft verbunden Iris Kunze

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