Was du bist – ohne Kopf
Wie der Gefängnis-Insasse J.C. Amberchele die innere Freiheit erlangte
Mullah Nasrudin stand einmal am Flussufer und beobachtete einen Hund, der zum Trinken kam. Kaum sah der Hund sein eigenes Spiegelbild im Wasser, fing er auch schon an zu bellen und konnte nicht mehr aufhören. Er bellte und bellte den ganzen Vormittag und in den Nachmittag hinein, bis ihm der Schaum vor der Schnauze stand. Dabei verging er schier vor Durst. Aber er hatte Glück und rutschte ab und fiel ins Wasser – worauf er seinen Durst löschte, wieder ans Ufer stieg und fröhlich seiner Wege ging.
„So“, sagte der Mullah, „wurde mir klar, dass ich mein Leben lang mein eigenes Spiegelbild angebellt hatte.“
Und was ist dieser kopflose Weg? Na, einfach die Erkenntnis – und die Erfahrung –, dass ich keinen Kopf habe und folglich keine Nase, an der ich herumgeführt werden könnte. (J. C. Amberchele)
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