Was ist Alchemie?
Eine Universal-Wissenschaft in Vergangenheit und Gegenwart
Geschichte und Philosophie
Das Wort „Alchemie“ kommt vom arabischen „al-kymiya“. Darin steckt das ägyptische Wort kemet (Das Schwarze, die schwarze Nilerde) und auch das griechische chymeia (schmelzen, gießen). Für die Alchemie unseres Kulturkreises – es gibt auch eine indische und chinesische – sind damit schon einige Aspekte angedeutet: Erde, Materie, erhitzen, formen.
Als Urvater der Alchemie gilt Hermes Trismegistos, ein legendärer ägyptischer Weiser, der die „Smaragdene Tafel“ verfasst haben soll und mit dem ägyptischen Gott Thot, dem Gott des Mondes, der Zeitrechnung und der Magie gleichgesetzt wurde. In der Antike und im Mittelalter kursierten diverse „Hermetische“ Schriften, in denen die Umwandlung von Metallen in Gold, ein lebensverlängerndes Elixier namens „Der Stein der Weisen“ und – damit verbunden – eine Weisheitslehre zur Transformation des Menschen beschrieben wird. Die „tabula smaragdina“ enthält nur 15 Sätze. Zwei davon lauten:
(2) Dasjenige, welches Unten ist, ist gleich demjenigen, welches Oben ist. Und dasjenige, welches Oben ist, ist gleich demjenigen, welches Unten ist, um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.
(9) Die Erde musst du scheiden vom Feuer, das Subtile vom Dicken, lieblicherweise, mit einem großen Verstand.
„Die Erde musst du scheiden vom Feuer, das Subtile vom Dicken, lieblicherweise, mit einem großen Verstand.“ (Hermes Trismegistos
Eine wichtige Quelle für Alchemisten bis heute ist auch die antike griechische Naturphilosophie und die Lehre der vier Elemente. Der Philosoph Aristoteles (384 bis 322 v. Chr. in Athen) hat sie zusammengefasst und erweitert. Er war in der frühen islamischen Kultur und im christlichen Mittelalter hoch ...
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