Wirtschaft und Spiritualität
Eine Kolumne von Hans-Peter Kraus
Erstaunlich für Laien ebenso wie für so genannte Fachleute, wie binnen weniger Wochen Mitte des Jahres 2008 die Welt sich so plötzlich und aus Sicht vieler dramatisch verändern konnte.
Schauen wir uns einmal an, nach welchen Strategien große, internationale Unternehmen nach wie vor handeln, die auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichtet sind. Findet kein Wachstum statt, ist das ein Misserfolg. Aus diesem selbst erzeugten Druck entstehen häufig unrealistische Entscheidungen und überzogene Ergebniserwartungen. Das hört sich zum Beispiel so an: „Wir haben nach Abzug aller Kosten einen Gewinn von 500 Mill. € gemacht. Das ist ein Verlust von 2,5% gegenüber dem letzten Jahr. Wir planen, 2500 Mitarbeiter sozialverträglich zu entlassen und weitere Sparmaßnahmen auf den Weg zu bringen.“ Ein bodenständiger Handwerksbetrieb würde das ganz anders darstellen: „Wir haben alle Löhne und Kosten bezahlen können und haben einen Gewinn von 160.000 € am Ende des Jahres erwirtschaftet. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.“
Warum haben sich überhaupt Unternehmen und Organisationen gebildet? Sie hatten die Absicht, uns unsere Arbeit zu erleichtern, uns zu dienen und dadurch der ganzen Gemeinschaft. Der Einzelne muss sich nicht mehr um alles kümmern, sondern das tägliche Brot und andere Dinge des Lebens stehen ihm im Austausch zur Verfügung. Diese Einstellung finden wir in vielen kleinen mittelständischen Unternehmen noch wieder. Dort fühlt man sich mit dem Land, der Region und den Menschen verbunden und ihnen gegenüber verantwortlich. Hier scheint der Mensch noch im Mittelpunkt zu stehen.
Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
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