Wirtschaft und Spiritualität
Eine Kolumne von Hans-Peter Kraus
Stille und persönlicher Rhythmus – Wie geht das im Berufsleben zusammen?
Diese besondere Jahreszeit der längeren Nächte gibt uns die Möglichkeit eines Innehaltens, einer Innenkehr, einer Rückschau und einer inneren Reflektion.
Doch wenn wir nicht aufpassen in all der Hektik dieser nach Außen gerichteten Welt mit ihren Über-Angeboten an Informationen, den vielen Möglichkeiten der Ablenkung, und das bei ständiger elektronischer Erreichbarkeit, nehmen wir uns häufig viel zu wenig Zeit zur Innenschau. Wissenschaftler sprechen bereits von einer Unterbrechungskultur, in der es kaum möglich ist, etwas in seinem persönlichen Rhythmus zu Ende zu bringen, ohne immer wieder durch das Klingeln von Telefonen, Termin-Erinnerungen, das Internet etc. unterbrochen zu werden.
Bedingt durch meinen Beruf bin ich viel international unterwegs. Dabei beobachte ich in der ganzen Welt eine Vereinsamung von uns Menschen, vielleicht besonders der Manager. Was ich sehe, sind Menschen, die mit ihrem Telefon sprechen, aber keinen wirklichen Kontakt mehr mit den sie umgebenden realen Menschen haben.
Denn der Raum des Geistes, dort wo er seine Flügel öffnen kann, das ist die Stille. Antoine de Saint-Exupéry („Ein Lächeln ist das Wesentliche“)
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