„Der Krebs ist ein Teil von mir!“

„Der Krebs ist ein Teil von mir!“

Luisa Francias aktuelles, persönlichstes Buch

Die Diagnose „Sie haben Krebs!“ geistert wie ein Schreckgespenst in unseren schlimmsten Befürchtungen herum. Drei Worte, die das ganze bisherige Leben völlig umkrempeln können. Sie scheinen gleichbedeutend mit einem Todesurteil, zumal wenn es sich, wie bei der Autorin Luisa Francia, um einen schnell wachsenden Eierstocktumor handelt. Wie sie mit der Diagnose und den Ratschlägen von Freundinnen umgeht, ist bemerkenswert. Sehr genau und überzeugend beschreibt sie, was innerlich in ihr vorgeht. Ihre Reflexionen sind ebenso lebensnah wie tiefsinnig.

„Solange ich lebe, habe ich Lust am Leben. Und so löste diese problematische Diagnose bei mir kein Bedürfnis nach Hoffnung aus. Ich lebe. Wie lange, weiß ich eben nicht.“ Diese bedingungslose Lebensbejahung lässt sie das Phänomen Krebs bewundernswert gelassen wahrnehmen. Zunächst: Keine Panik! („Wer ‚Krebs’ hört, rennt energetisch mit voller Fahrt gegen eine Wand“). Dann: Keine Schuldzuweisung, keine Wertungen! Immer noch geht der Aberglaube um, Krebs sei irgendwie psychisch bedingt: Kindheitstraumata, Missbrauch, verdrängte Gefühle, irgendein persönliches Manko muss Ursache sein. Umfangreiche Studien amerikanischer Wissenschaftler haben unlängst bewiesen, dass es so etwas wie eine „Krebspersönlichkeit“ nicht gibt. Drittens: Die lineare Zeit durchkreuzen: „Ich bleibe in meiner Kraft, ich lasse mich nicht in eine lineare Bewegung drängen: Jetzt aber schnell! Sonst ist es zu spät!“ Viertens: Nicht die Meinung anderer zählt. „Ich muss erst einmal herausfinden, was das für mich bedeutet. Wie ich mich damit fühle. Wie mein Körperuniversum sich mit dem Gewächs organisiert.“

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