Die Schicksalsgesetze im Märchen
Teil 2: Der Lebensweg
MÄRCHEN – ARCHETYPISCHE LEBENSWEGE. Märchen beschreiben – jedes auf seine Art und mit seinen speziellen Nuancen – den archetypischen Weg, den die Seelen zu nehmen haben, und prägen das entsprechende Muster dem Bewusstsein ein. Sie geben so Orientierung und Sicherheit, ohne pädagogisch belehrend zu wirken. Darüber hinaus, und vielleicht noch wichtiger, bringen sie die Grundthemen der Schicksalsgesetze ins Leben, etwa indem sie mit den Gegenpolen von Gut und Böse im Sinne des Polaritätsgesetzes vertraut machen (vgl. Teil 1: Dornröschen – Das Gesetz der Polarität, VISIONEN, 11/2009) und das Gesetz der Entsprechung beziehungsweise Resonanz in Geschichtenform vermitteln. So lehren sie schon früh die Spielregeln, nach denen diese Schöpfung funktioniert, auf eine unverdächtige und von den allermeisten Kindern geschätzte Art und Weise.
Heute wissen wir aus psychologischen Studien, dass Weniges so schädlich für Kinder ist wie Orientierungslosigkeit und Verunsicherung. Nur wer die Spielregeln des Lebensspiels versteht, kann in diesem Spiel Erfolg haben. Wenn Erwachsene diesen Zugang über die Märchen versäumt haben, bleibt nur noch später, „Die Schicksalsgesetze“ (vgl. Buchtipps) als Spielregeln fürs Leben direkt zu lernen, wenn man nicht durch die Methode von Versuch und Irrtum Zeit und Energie verlieren will.
Der Märchenheld folgt im Einklang mit sich selbst in voller Eigenverantwortung seinem persönlichen Schicksalsweg.
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