Die philosophische Praxis
Sprechstunde bei Dr. Phil
Der verschlossene Teenager
Frau M. K. aus Hamburg fragt:
Ich bin Mutter einer 14-jährigen Tochter. Sie macht mir gegenüber neuerdings völlig zu. Schließt sich in ihrem Zimmer ein, antwortet auf meine Fragen nur genervt oder gar nicht. Ich weiß nicht, ob ich bei Ihnen mit meinem Problem an der richtigen Stelle bin, aber meine bisherigen Anfragen bei Bekannten haben mir nicht geholfen. Wie kann ich meine Tochter erreichen?
Es geht hier weniger um Rat von anderen. Auch wenn Ihr Ansprechpartner die Mutter einer 14-Jährigen wäre, ihre Worte können nie die Ihrer Tochter sein, und auf die kommt es Ihnen doch wirklich an, oder? Also, dann achten Sie auf jedes Wort, jedes Zeichen, jede Mimik-Regung von ihr wie auf eine Himmelsbotschaft. Vernehmen Sie da auch nur die leiseste Andeutung eines Wunsches (eine bestimmte Musik, bestimmte Blumen, Haustiere), erfüllen Sie ihn möglichst unauffällig.
Versetzen Sie sich in die Zeit, als Sie ein Teenager waren! Erinnern Sie sich? Die Disco, die Schule, die Gesichter, die Stimmung, Ihre Gefühle?
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