Düsenjäger, Fahrrad oder beides… aber wie?

Düsenjäger, Fahrrad oder beides… aber wie?

Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen

Wir leben in einer „schnellen“ Welt mit einer rasanten Entwicklung in der Informationstechnologie. Der Anspruch, stets erreichbar zu sein, ist erheblich gewachsen. Vor mehr als 10 Jahren berichtete das „Spiegel“-Magazin bereits über den „Trend zu weniger Tempo“ und „Entschleunigung als Gebot der Stunde“. In letzter Zeit werden Schnelligkeit und Beschleunigung zunehmend herabgewürdigt, ja geradezu dämonisiert, während Langsamkeit und Entschleunigung nahezu verherrlicht werden.

Zeit ist relativ und eine Frage der Betrachtung und Wahrnehmung. Wir alle kennen Momente, in denen die Zeit wie im Flug vergeht, und Momente, in denen wir das Gefühl haben, dass die Uhr langsamer tickt. Zeit kann sich also im Zeitlupentempo „fortbewegen“ oder rasend schnell an uns vorbeiziehen. Die Geschwindigkeit, in der sie verstreicht, ist allein abhängig von unserer Wahrnehmung und davon, worauf wir unseren Fokus richten.

Im Hier und Jetzt

Wo ist unser Fokus in den Momenten, in denen wir uns gehetzt fühlen und das Gefühl haben, wir hätten keine Zeit zum Ausruhen? Wo, wenn wir auch in unserer Freizeit einfach nicht abschalten können oder wenn wir ausgeruht aus dem Urlaub kommen, uns aber anschließend schnell wieder gestresst fühlen?

Der Fokus ist dann in der Regel nicht auf den gegenwärtigen Moment gerichtet, stattdessen pendeln unsere Gedanken zwischen Vergangenheit und Zukunft. Bewusst oder unbewusst beschäftigen wir uns mit dem, was wir bereuen oder was uns verletzt hat, d.h. erlebte Situationen, die wir noch nicht verarbeitet oder losgelassen haben. Hinzu kommen die Erwartungen, die wir an uns selbst stellen, und die Sorgen und Ängste vor dem, was passieren könnte, z.B. wenn wir nicht erreichbar sind, nicht alles erledigen, nicht für alle da sind, jetzt krank werden usw. Ein solches Empfinden kann negativen Stress und Druck erzeugen und lässt uns – unabhängig von dem, was gerade passiert – im gegenwärtigen Moment weder entspannen noch sein.

Babys und Kinder leben uns vor, was es bedeutet, hundertprozentig auf das Hier und Jetzt fokussiert zu sein – das Leben voll zu erfahren einschließlich aller Gefühle, die da sind. Sie zeigen uns, dass man selbst in der schnellsten Bewegung entspannt sein kann, wenn man sich ihr ganz hingibt.

Schnelligkeit und Hingabe sind kein Widerspruch. Das Tempo zu wechseln und anzuhalten ist nicht problematisch, solange wir in unserer Mitte ruhen. Der Stau, der Berufsverkehr, herumtobende Kinder, nervige Kollegen, der fordernde Chef – all diese Dinge, die um uns herum geschehen, können uns erst dann etwas anhaben und unsere Kräfte rauben, wenn wir aus der inneren Balance geraten sind.

Unser Fokus ist in der Regel nicht auf den gegenwärtigen Moment gerichtet, stattdessen pendeln unsere Gedanken zwischen Vergangenheit und Zukunft.

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