Gero-Transzendenz – Spiritualität im Alter
Die tiefere Bedeutung von Vitalität
Schreckgespenst Alter?
Meine Mutter ist 79 und lebt seit einigen Jahren in einem gut geführten Altenheim. Sie bewohnt ein schönes großes Zimmer mit ihren Lieblingsmöbeln und -bildern, sogar ihr Klavier steht da. Doch sie leidet unter Demenz (vermutlich Alzheimer) und ist meist unglücklich. Was sie vor allem elend und kaputt macht, ist die Angst, nicht funktionieren zu können, etwas falsch zu machen oder den anderen auf die Nerven zu fallen. Wenn ich mit ihr singe, lebt sie auf. Sie war Jahrzehnte lang Musiklehrerin, kennt unzählige Lieder, und im Singen vergisst sie ihre Sorgen. Aber diese Gelegenheit hat sie im Heim nur einmal wöchentlich für 2 Stunden, im Singkreis. Meditation oder Selbsterforschung, was mich seit 30 Jahren bewegt, hat meine Mutter nie interessiert. Hätte ihr eine frühere Meditationspraxis heute geholfen, sich besser zu fühlen? Vielleicht.
„Kein Krebs, keine Demenz, keine Lähmung kann das zer - stören, was ich im Kern, in Wahrheit bin.“ (Aruna Bandara )
Wie wird es mir ergehen, wenn ich alt bin? Als Jugendlicher habe ich mir die Frage kaum gestellt. Sie drängt sich meist erst in den Wechseljahren auf, also so um die 50. In dieser Zeit verändert sich der Hormonhaushalt. Die Frau verliert ihre Fruchtbarkeit, ihre Haut wird faltig. Neben körperlichen Beschwerden wie Schwitzen, Kopfschmerzen und Übelkeit spielen auch psychische Probleme eine Rolle. Sie fühlt sich weniger attraktiv. Der Mann hat ebenso Angst davor, sexuell nicht mehr attraktiv ...
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