Buchtipps

Naomi Aldort
Von der Erziehung zur Einfühlung Wie Eltern und Kinder gemeinsam wachsen können
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KEINE ANGST VOR KINDERTRÄNEN!

KEINE ANGST VOR KINDERTRÄNEN!

Auf die Weisheit des eigenen Herzens hören

Wie werden Kinder zu reifen Menschen? Durch ihre authentischen Eltern. Wer seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse kennt, erkennt auch die seiner Kinder und findet mit ihnen zusammen kreative Lösungen auf die Probleme des Lebens.

VORGESTELLT: Dr. Naomi Aldort, verheiratet, Mutter dreier Kinder, berät Eltern aus der ganzen Welt telefonisch, persönlich, durch Workshops, Fach-Artikel und Bücher.

EINE MUTTER FRAGTMein kleiner Sohn weint, wenn ich mit meiner neunjährigen Tochter weggehe. Er möchte nicht bei seinem Vater bleiben. Wir nehmen ihn mit, doch dann ist er aufgebracht. Gestern haben wir unseren Besuch bei Freunden abgebrochen, weil er weinte und nach Hause wollte.

Wie kann ich meinem Sohn helfen?
NAOMI ALDORT RÄT

1.Zuhören und bestätigen. Jedes Mal, wenn wir versuchen, den Gefüh len oder dem Verhalten eines Kindes entgegenzuwirken, verpassen wir eine Chance dazu zu lernen, denn unsere Kinder beleuchten Dinge, die wir selbst weder sehen noch hören können.

Schwierig wird es immer dann, wenn wir glauben, dass Weinen nicht sein darf und Tränen unterbunden oder verhindert werden müssen. Wie sehr wir uns auch bemühen, die Bedürfnisse unserer Kinder zu befriedigen, sie werden immer Enttäuschungen erleben und erfahren, dass nicht alle ihre Wünsche erfüllt werden können. Sie können mit den Erfahrungen, die das Leben mit sich bringt, umgehen; wir Erwachsene jedoch haben oft Mühe, mit unseren Gefühlen über ihre Gefühle zurechtzukommen.

Im Umgang mit der Realität können Kinder ihren Cha rakter stärken, vorausgesetzt wir vermeiden es, ihre Tränen mit Hilfe schneller Lösungen, Ersatzbefriedigungen oder Ablenkungen zu stoppen. Sie können es verkraften, etwas nicht zu bekommen (Grundbedürfnisse ausgenommen), wenn wir auf ihre Gefühle eingehen. Das bedeutet nicht, dass diese Gefühle unterdrückt werden sollen, indem wir das Unmögliche möglich machen. Es geht vielmehr darum, dass Sie zuhören und bestätigend und verständnisvoll reagieren. Manchmal kann ein Wunsch erfüllt werden, ein anderes Mal nicht. Das Kind kommt damit zurecht, wenn Sie nicht ins Wanken kommen.

Handeln Sie aus dem Bewusstsein: Ich liebe mein Kind, wie es gerade ist. Dann reagieren Sie in einer Weise, die es stärkt.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
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