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Chuck Spezzano
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Kein Gegner, kein Problem

Kein Gegner, kein Problem

Konflikte in der Partnerschaft (und auch sonst) entstehen immer dann, wenn wir uns dem Anderen durch Schuldzuweisungen und Kritik entgegenstellen und ihn durch unser Nicht-einverstanden-Sein zum Gegner machen. Der amerikanische Therapeut Chuck Spezzano zeigt, wie wir den Kampf auflösen und Frieden erlangen können.

Alle Probleme weisen auf eine Klage hin. Jedes Problem sagt, dass jemand etwas gegen unseren Willen getan hat. Jedes Problem zeugt von einem Unrecht, das begangen wurde. Es kann kein Problem geben, wenn es keinen Täter gibt – jemanden, mit dem wir in Konflikt stehen und den wir als Gegner betrachten.

Um Frieden zu erlangen, musst du die Vorstellung aufgeben, dass sich dir jemand entgegenstellt. Frieden ist von entscheidender Bedeutung, denn er ist die Pforte, die uns nach Hause zurückbringt; er ist die Voraussetzung dafür, dass wir in den Himmel gelangen können, und unentbehrlich, wenn wir den Himmel auf Erden erschaffen wollen. Frieden öffnet uns für das Sein, das uns für das höchste Sein öffnet. Ohne Frieden können wir nicht lieben, keine Fülle erfahren und nicht glücklich sein.

Mangel an Verbundenheit

Egal wer unser Gegner ist, fast jedes äußere Problem lässt sich zu einer Klage gegen unseren Partner zurückverfolgen. Es widerspiegelt einen Ort, an dem wir noch nicht verbunden sind. In den Bereichen, in denen wir – meist in der Kindheit – unsere Verbundenheit verloren haben, gibt es Bedürfnisse, Illusionen und Forderungen. Das ist genau der Stoff, aus dem Klagen bestehen.

Seit ich begonnen habe, das Prinzip zu praktizieren, dass es keinen Gegner gibt, fällt mir auf, wie oft mein Verstand sich über Menschen aufregt, die meiner Meinung nach Unrecht haben, insbesondere dann, wen ich die Zeitung lese. Als ich anfing, dem Frieden einen höheren Stellenwert einzuräumen, war meine Motivation groß, die feindliche Einstellung zu mir selbst zu beenden, die sich in der feindlichen Einstellung gegenüber anderen Menschen widerspiegelte.

Um Frieden zu erlangen, musst du die Vorstellung aufgeben, dass sich dir jemand entgegenstellt.

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