Kinder und Medien
Computer & Co – Junkfood für die Phantasie
Phantasie-Nahrung „Geschichten hören“
Kinder lieben Geschichten. Geschichten und Spiel sind mitein ander verwoben und unterstützen sich gegenseitig. Kleinkinder sind wie gelähmt, wenn sie einer Geschichte zuhören. Der Kiefer klappt herunter, die Augen sind auf den Geschichtenerzähler gerichtet. Sie verfallen in vollkommene Reglosigkeit. Sie sehen nicht wirklich den Geschichtenerzähler, sondern die durch die Geschichte hervorgerufene, sich vor ihrem inneren Auge entfaltende Bilderwelt. Das Gehirn erzeugt automatisch innere Vorstellungswelten als Erwiderung auf die magischen Worte des Geschichten- Erzählers – eine Arbeit, die jeden Bereich des Gehirns und den ganzen Körper erfasst und umfasst. Der „Bau“ innerer Vorstellungswelten erweitert die Neuralfelder, verbindet Wissensstrukturen und erstellt neue.
Kinder wollen die gleiche Geschichte oft immer wieder hören, genauso wie sie immer wieder Guck-Guck spielen oder den Löf fel werfen wollen. Die Wiederholung stabilisiert die neuen Nervenverbindungen, die mit solchen Handlungen einhergehen, was als Myelinisierung bezeichnet wird.
Spielerische Phantasie ist die Grundlage für jede Art von Lernen, sinnvollem Denken und wertehaltigem Empfinden.
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