„SCHATTENARBEIT IST LICHTARBEIT“
Ruediger Dahlke über sein aktuelles Buch „Das Schatt en-Prinzip“
VISIONEN: „Schattenarbeit ist Lichtarbeit“ – das klingt widersprüchlich. Können Sie das bitte erklären?
Dr. Ruediger Dahlke: Die so genannte Lichtarbeit führt ja verstärkt dazu, dass die Lichtarbeiter langfristig gerade kein Licht um sich schaffen, sondern eher in ihren eigenen düsteren Schattenwelten versinken. Ähnlich schaffen über beide Ohren Verliebte es oft, auf die Dauer aus der heißen Liebe kalten Hass zu machen, also das genaue Gegenteil ihrer Absicht. Diesem Phänomen begegnen wir – leider – überall. Auch in der Politik haben Ex-Präsident Bush und seine Bush-Krieger, als sie den Terrorismus ausrotten wollten, ihn erst so richtig angefacht und tatsächlich verfünffacht.
Wir kämpfen gegen etwas und machen es damit erst so richtig stark und gefährlich. Davon kann auch die Schulmedizin mit ihren allopathischen Antimitteln – von den Antibiotika über Antidepressiva bis zu den Anti-Epileptika – ein Lied singen.
Aus diesen und ähnlichen Erfahrungen entstand „Das Schattenprinzip“. Hier geht es darum, sich absichtlich und vorsätzlich mit dem Schatten zu beschäftigen, um so auf dem Gegenpol, also im Licht zu landen. Wenn wir einen Stein weit nach vorn schleudern wollen, holen wir besonders weit nach hinten aus. In diesem Sinn wird „Schattenarbeit“ zu echter Lichtarbeit, einer, die – wie ich nach über 30-jähriger Erfahrung mit Schattentherapie sagen kann – auch nachhaltig wirkt und Bestand hat.
Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

