Buchtipps

Gabi Winter, Kerstin Gemballa, Karin Schäufler
Mein Papa und ich! Der Vater-Kind-Ratgeber des Mehr Zeit für Kinder e.V
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Kinder brauchen ihre Väter

Kinder brauchen ihre Väter

Beruf und Familie vereinbaren

Moderne Väter geben sich nicht mehr mit der Rolle des Ernährers der Familie zufrieden, sie wollen sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder beteiligen. Gleichzeitig müssen sie den Anforderungen einer immer hektischer werdenden Berufswelt gerecht werden. – Wie ist dieser Spagat zu schaffen? Fragen an den bekannten Familienforscher Prof. Wassilios E. Fthenakis.

Gibt es Strategien, die bei der Kluft zwischen Beruf und Familie helfen, Brücken zu bauen?

Schon mit wenigen selbstkritischen Fragen können Väter überprüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind: Weiß ich, wo mein Sohn am liebsten seine Frei­zeit verbringt? Was steht auf der Hit­liste der Wünsche meiner Tochter zum Geburtstag, Zeugnis etc. ganz oben? Denn nur wer die Wünsche und Bedürf­nisse seiner Kinder kennt, kann auch ein vertrauensvolles Miteinander auf­bauen. Deshalb lege ich allen Vätern ans Herz: Sprechen Sie so viel wie mög­lich mit Ihren Töchtern und Söhnen.
Die Kleinen – und auch Größeren – erzählen ihren Papas nur zu gerne, was sie mit ihnen am liebsten unternehmen möchten.

Eine wichtige Konferenz, die unerlässliche Dienstreise, der ganz normale Stress im Job... Väter haben nicht immer Zeit, das, was sie oder die Kinder wollen, auch in die Tat umzusetzen. Was empfehlen Sie Papas, die trotz Abwesenheit im Alltag ihrer Kinder präsent sein wollen?

Sie sollten die Kinder am eigenen Leben teilhaben lassen, insbesondere an der beruflichen Tätigkeit. Das ver­mittelt ihnen ein Bild von dem, was man tut, wenn man nicht in der Fami­lie ist, und fördert das Verständnis, wenn’s mal etwas stressiger zugeht. Aber nicht vergessen: Väter, die alles über ihre Welt, jedoch nichts über die ihrer Kinder wissen, verlieren schnell an Ansehen. Wer seinem Sohn noch nie beim Skateboarden zugesehen hat, viel­leicht selbst mal auf so einem Brett gestanden hat, wird von seinem Kind schnell in die „Der hat doch eh keine Ahnung“-Ecke verbannt. Nur wer sich auskennt, darf auch mitreden, urteilen und Ratschläge geben.

Nur wer die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kinder kennt, kann auch ein vertrauensvolles Miteinander aufbauen. Deshalb: Sprechen Sie so viel wie möglich mit Ihren Kindern.

Gibt es Aktivitäten, die der Vater-Kind-Beziehung besonders gut tun?

Für ein starkes Wir-Gefühl sorgt z.B. ein gemeinsames Hobby. Wichtig ist, dass beide Spaß daran haben. Hier kann man sich austauschen und ergän­zen. Väter und Kinder teilen regelmä­ßig Erfolgserlebnisse, für die sie als Team verantwortlich sind. Papa kann seine Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis stellen. Doch nicht nur beim gemeinsamen Hobby kann Papa punkten, manchmal genügen schon einmalige Anlässe, die ihn für die Klei­nen zum Größten machen: Wenn er in der Schulprojektwoche als Basketball-Experte ...

Interview und Test (in der Printausgabe) mit freundlicher Genehmigung entnommen aus dem nebenstehenden Buch.

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