100 Jahre Buddhismus in Hamburg
1906 wurde in der Hansestadt die erste buddhistische Vereinigung gegründet. Zwar gab es schon im 19. Jahrhundert in Deutschland einige Anhänger der buddhistischen Lehre, unter anderem der Philosoph Arthur Schopenhauer und der Komponist Richard Wagner, doch zu offiziellen Vereinigungen kam es erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Die erste 1903 in Leipzig, die nächste dann in Hamburg, die als weltoffene Handelsstadt auch in Kontakt mit asiatischen Philosophien war. 1914 wurde am „Kolonialen Institut“ eine Professur für Indische Studien eingerichtet und in den 20er Jahren boomte das Interesse am Buddhismus. Nach der alles freiheitliche Denken unterdrückenden Nazizeit kam es in den 50er und 60er Jahren zu neuen Impulsen. 1954 wurde die „Buddhistische Gesellschaft Hamburg“ (BGH) gegründet, 1962 „Das Haus der Stille“. Zen und tibetischer Buddhismus folgten. Heute gibt es in Hamburg und Umgebung über 40 verschiedene buddhistische Gruppen aller Richtungen.
Quelle / Info: Deutsche Buddhistische Union (DBU) / http://www.dharma.de

