BUDDHISMUS: Indien stift et China buddhistischen Tempel

Auf dem Gelände des berühmten Weiße-Pferd-Tempels in Luoyang in der zentralchinesischen Provinz Henan hat die indische Präsidentin Pratibha Patil Ende Mai, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen von diplomatischen Beziehungen, eine Nachbildung des Großen Stupa von Sanchi (bei Bhopal, Madhya Pradesh) samt einer Kopie des Sarnath Buddha an das chinesische Volk übergeben. Der Stupa von Sanchi, der als Vorlage dient, wurde im 3. Jh. v.Chr. auf Veranlassung des auf religiöse Toleranz und Verständigung bedachten Mogul-Kaisers Ashoka gebaut und zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die chinesische Regierung hatte bereits 2003 dem damaligen indischen Präsidenten Vajpayee bei seinem Besuch in Luoyang den Bau eines Tempels vorgeschlagen und der indischen Regierung ein Grundstück von ca. 6.000 Quadratmetern auf dem Tempelgelände für den Bau überlassen. Vajpayee erkannte das Potential eines indisch-buddhistischen Schreins für die Völkerverständigung und griff den Vorschlag sofort auf. – Ist die Ausreise des 17. Karmapa, der mit dem Dalai Lama im indischen Dharamsala im Exil lebt, für einen Europabesuch (Mai-Juli) aus diesem Grund von den indischen Behörden nicht genehmigt worden?

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