Dalai Lama: Tibet hofft auf internationale Unterstützung

November 2006

Bei seinem Besuch am 21. November in Hamburg forderte der Repräsentant des Dalai Lama, Kelsang Gyaltsen, mehr Unterstützung von der Europäischen Union für Tibet. „China ist es nicht mehr egal, was die internationale Gemeinschaft über das Land denkt“, so Gyaltsen. „Ich weiß, dass Hamburg gute Beziehungen zu China hat, und diese können genutzt werden, um auf die Regierung einzuwirken.“ Weiter beschreibt er die Absichten seines Landes: „Wir Tibeter sind nicht gegen China, wir kämpfen nur einen Kampf um die Rechte Tibets und wollen unser Volk vor Unterdrückung schützen und unsere einzigartige Religion und Kultur bewahren.“ Seit 2002 hat der erfahrene tibetische Diplomat an fünf Sondierungsgesprächen zwischen Vertretern Tibets und der chinesischen Regierung teilgenommen. „Die Standpunkte, aber auch die Differenzen sind deutlich geworden“, so Kelsang Gyaltsen. Eine Lösung sieht er in der Politik des Mittleren Weges: Der Dalai Lama strebt keine Loslösung aus dem chinesischen Staatsverband an, sondern echte Autonomie. Das Ziel sei es, die akut bedrohte Kultur und Tradition der Tibeter zu erhalten. Anlass des Hamburgbesuchs von Kelsang Gyaltsen ist eine Einladung des Tibetischen Zentrums, das für Juli 2007 S.H. den Dalai Lama zu einem Besuch in der Hansestadt gewinnen konnte. Am 21. und 22. Juli wird der Dalai Lama im Rahmen einer Wochenendveranstaltung Vorträge zum Thema „Frieden lernen – Die Praxis der Gewaltlosigkeit“ halten. Vom 23. bis 27. Juli folgt eine Vortragsserie zur buddhistischen Philosophie und Praxis.

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