Esoterik: Was will und denkt die „Esoterik-Szene“?

Oktober 2006

Welches Bild hat die heutige Multimedia-Gesellschaft von Esoterikern und denen, die sich in ihrer Freizeit oder professionell mit Magie, Astrologie und Kartenlegen beschäftigen? Das Informations- und Meinungsportal sozioland führte bei 4000 Personen eine Umfrage über Mystery und Esoterik durch. Die Hälfte aller Befragten ist überzeugt, dass Esoteriker keine Spinner sind, sondern ihr Bewusstsein erweitern möchten. Die interessantesten Bereiche der Esoterik sind, nach Meinung der Befragten, Magie (37%), alternative Heilmethoden (32%) und Astrologie (30%). 45% der weiblichen Teilnehmerinnen gaben an, Magie ausprobiert zu haben, nur 25% der befragten Männer hatten sich da praktisch herangewagt. Sie beschränken sich meist auf eine theoretische Beschäftigung mit esoterischen Fragen. Allerdings wird der tatsächliche praktische Nutzen esoterischer Praxis nur von einem Viertel aller Befragten bestätigt, und das auch meist nur in Bezug auf „kleinere Veränderungen“. Zum Begriff „Gott“ gab es viele voneinander abweichende, individuelle Meinungen, doch immerhin 30 % der Befragten glauben an einen persönlichen Gott. Über die Hälfte sieht das Leben als schicksalsgebunden und glaubt zugleich an die Möglichkeit, durch eigene Entscheidung etwas zu verändern. Die Meisten fordern mehr Offenheit für alternative Heilmethoden, vor allem bei psychosomatischen Beschwerden. Und: Für das Liebesleben seien nicht die Sterne verantwortlich, sondern das Herz.

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