GESUNDHEIT: Doping am Arbeitsplatz
Laut Gesundheitsreport 2009 der DAK greifen gut zwei Millionen Arbeitnehmer in Deutschland zu Neuro- und Psychopharmaka, um mit beruflichen Anforderungen besser klarzukommen. Grundlage der Studie war eine Befragung von Gesundheits- und Wirtschaftsexperten sowie von 3‘000 Arbeitnehmern. 18,5 % der Befragten kennen mindestens eine Person, die ohne medizinische Erfordernis Leistungssteigernde, Stimmungsaufhellende oder beruhigende Medikamente eingenommen hat. Fünf Prozent (hochgerechnet 2 Mio. Arbeitnehmer) geben an, als Gesunder selbst mit solchen Mitteln schon einmal nachgeholfen zu haben. Die Akzeptanz für Doping im Beruf ist alarmierend hoch: Trotz dem hohen Nebenwirkungs- und Suchtpotenzial billigen 20 % der Befragten Stimmungsaufheller, um beruflichen Stress besser auszuhalten. DAK-Chef Herbert Rebscher warnt vor der Medikalisierung der Gesellschaft: „Wer für jede Situation eine Pille einnimmt, verlernt, seine Probleme selbst zu lösen.“
Quelle / Info: http://www.presse.dak.de

