HIRNFORSCHUNG: Zen-Praxis setzt Schmerzempfindlichkeit herab
Neurologen an der Universität von Montreal haben einen Zusammenhang zwischen Schmerzempfindlichkeit und der Dichte de der Hirnrinde (Kortex) entdeckt. Für die Studie verglichen sie die Schmerzempfindlichkeit von 17 Zen-Meditierenden und 18 Nicht-Meditierenden, indem sie sie mit einem bis zu 53 Grad heißen Gegenstand berührten. Eine frühere Studie hatte bereits ergeben, dass Zen-Meditierende um 18% weniger schmerzempfindlich sind als die Vergleichsgruppe, und man erklärte dies mit der verlangsamten Atmung. Bei der neuen Untersuchung, die die Befunde der ersten Studie bestätigte, zeigten Hirnscans im Anschluss an den Hitzeversuch, dass Gehirnareale, die für die Regulierung von Emotionen und Schmerzen zuständig sind, bei den Zen-Probanden signifikant dichter waren als bei der Vergleichsgruppe. Ob der Grund dafür in der Gewöhnung an die unbequeme Meditationshaltung liegt, wie die Forscher vermuten, ist allerdings zu überprüfen.

