KULTUR: Scharfe Worte vom Dalai Lama

April 2009

Ungewohnt harte Kritik an China äußerte der Dalai Lama am 50. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes. Am 10. März griff das politische und geistliche Oberhaupt der Tibeter erstmals die chinesische Besatzungspolitik in Tibet mit scharfen Worten an: Sein Volk erleide „die Hölle auf Erden“, die „repressiven und brutalen Kampagnen“ Chinas hätten Hunderttausenden von Tibetern das Leben gekostet. „Heute sind die Religion, die Kultur, die Sprache und Identität, die Generationen von Tibetern höher schätzten als ihr eigenes Leben, fast gänzlich ausgelöscht.“ Dennoch will der 73-jährige Friedensnobelpreisträger seinen „mittleren Weg“ der Wahrheit und Gewaltlosigkeit nicht aufgeben, wie er in seiner Rede im indischen Dharamsala versicherte.

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