MENSCHENRECHTE: Christen in Orissa weiterhin unter Druck

Mai 2009

Erzbischof Raphael Cheenath von Bhubaneswar, Orissa (Indien) hat Mitte März einen detaillierten Bericht zur Lage der Kirche in Orissa nach den antichristlichen Massakern im Herbst 2008 veröffentlicht. Besonders betroffen vom Vorgehen radikaler Hindu-Gruppen waren christliche Gemeinden im Distrikt Kandhamal. Bei den Übergriffen starben 81 Menschen, 450 Dörfer waren betroffen, 4.677 Wohnungen wurden verwüstet, 236 Kirchen und 36 Klöster beschädigt, kirchliche Institute und Unterrichtsräume demoliert. Gegenwärtig leben immer noch 7.000 Binnenflüchtlinge in Aufnahmelagern der Regierung, ca. 40.000 Menschen sind aus dem Distrikt Kandhamal ausgewandert. Christen werden weiterhin von hinduistischen Extremisten eingeschüchtert, gedemütigt und z. B. gezwungen, Mautgebühren für die Benutzung der Straßen zu zahlen.

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