MENSCHENRECHTE: Orthodoxes Kloster in der Osttürkei bedroht

Mai 2009

Seit August 2008 bemühen sich örtliche Politiker und die türkische Regierung, das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel in der Region Tur Abdin (Osttürkei) zu enteignen. Das im Jahr 397 gebaute Kloster ist Sitz einer der ältesten Kirchen sowie geistlicher, geistiger und kultureller Mittelpunkt für rund 3.000 aramäische Christen in der Türkei. Das Kloster sei besonders wichtig für die Priesterausbildung, sagte Erzbischof Philoxenos vor der württembergischen Synode in Stuttgart Mitte März. Außerdem helfe es den Kirchenmitgliedern, ihre christliche Identität zu wahren. Die überwältigende Mehrheit der syrisch-orthodoxen Christen ist in den vergangenen Jahrzehnten auf Grund von Verfolgung und Diskriminierung nach Mittel- und Nordeuropa geflohen. In Deutschland leben etwa 60.000 syrisch-orthodoxe Christen.

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