RELIGION: Sufi Gebetshaus in Isfahan demoliert
Die Unterdrückung religiöser Minderheiten im Iran nimmt weiter zu. Am 14. Januar waren fünf Anhänger des verbotenen Baha’i-Glaubens verhaftet worden, darunter Zhinoos Sobhani, Assistentin am Zentrum für Menschenrechte sowie der Organisation für Minenopferschutz – beide von Friedensnobelpreisträger Shirin Ebadi gegründet. Besonders die Nematolla Gonabadi Sufis sind Ziel staatlicher Übergriffe. So wurde 2006 ein Sufi Gebetshaus (hosseinieh) in Qom zerstört, 2007 ein anderes in Borujerd teilweise demoliert, ein weiteres in Kish musste 2008 am Ende des Fastenmonats Ramadan unter Zwang schließen. Am 18. Februar 2009 wurde das Gonabadi Gebetshaus in Isfahan, das an das Grab des Derwisch- Dichters Naser Ali angrenzt, mit einem massiven Aufgebot von 200 Sicherheitskräften samt Bulldozern völlig zerstört und die darin wachenden Derwische verhaftet. Zu den Repressalien zählen neben Haftstrafen Berufsverbote und das Auspeitschen.
Quelle / Info: Radio Free Europe /Radio Liberty / http://www.rferl.org

