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Brenda Vantrease

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Brenda Vantrease
Die Schriftenhändlerin
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Die Kirche basiert auf Machtphantasien einer Elite

Die Kirche basiert auf Machtphantasien einer Elite

Interview mit Brenda Vantrease

Fasziniert von englischer Geschichte und Literatur wollte die amerikanische Bibliothekarin und Lehrerin Brenda Vantrease selbst ein Buch schreiben. 2005 legte sie ihren viel beachteten Debütroman Der Illuminator vor. Darin spielten die heimliche Übersetzung der Bibel ins Englische und die Reformation eine wichtige Rolle. Auch in ihrem neusten Werk Die Schriftenhändlerin bleibt Brenda Vantrease dem Genre historischer Roman treu. Erneut ist ihr ein fundiert recherchiertes farbenprächtiges und leicht lesbares Portrait einer Zeit gelungen, in der die Macht der Kirche enorm war. Mit Visionen sprach die Autorin über die Mystikerin Julian of Norwich, religiöse Konflikte und darüber, warum die Kirche nie wollte, dass jedermann die Bibel lesen kann.

Einige der Personen in Ihrem Buch Die Schriftenhändlerin basieren auf historisch belegten Figuren. Wie arbeiten Sie mit diesen Charakteren?

Ich lese gern Bücher über die Kirchengeschichte. Darin finde ich immer wieder Figuren, die mich interessieren. Die Idee für mein erstes Buch Der Illuminator kam mir, als ich von der englischen Ordensschwester und Mystikerin Juliane von Norwich (1342 – 1416) las, die dann auch im Roman vorkommt. Ich war fasziniert von ihrem Konzept einer Mutter Gottes. Ich fand sie als Person unglaublich interessant und wollte unbedingt über sie schreiben. Aber da sie eine Heilige ist, viel es mir schwer, mich in sie hineinzuversetzen. Also dachte ich, okay dann schreibe ich über ihre Zeit und Menschen aus ihrer Umgebung.

Sie sind nicht die Erste, die über Juliane von Norwich schreibt. Was glauben Sie ist der Grund, warum sich die Menschen auch heute noch so für sie interessieren?

Viele Feministinnen fühlen sich zu ihr hingezogen, weil sie das Konzept der Mutter Gottheit verbreitete. Dann denke ich, liegt es auch an den schwierigen Zeiten in denen wir leben, dass wir uns wieder mehr für die Mystik und Spiritualität interessieren. Gerade religiöse Konflikte stehen wieder im ...

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Claudia Hötzendorfer

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