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Brigitta Heinrich
Nur noch ein Schritt zum Glück
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Selbstfindung auf dem Jakobsweg

Selbstfindung auf dem Jakobsweg

Reisebeschreibungen und historische Schmöker über den Jakobsweg gibt es viele. Brigitta Heinrich hat mit „Nur noch ein Schritt zum Glück“ einen modernen Selbstfindungsroman vorgelegt, in dem eine junge Frau sich als Pilgerin treiben lässt, um einen Schicksalsschlag zu verarbeiten, und dabei so allerlei erlebt.

Foto-Impressionen vom Jakobsweg: Brigitta Heinrich Portraitfoto: Literaturagentur

Wie sind Sie auf die Idee gekommen einen Jakobsweg-Roman zu schreiben?

Ich bin den Jakobsweg gelaufen und das hat mich so beeindruckt, dass ich dachte, irgendwann schreibe ich einmal etwas darüber. Wie viele andere Pilger habe ich Tagebuch geführt. Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie viele tatsächlich ihre Erfahrungen aufschreiben. Bevor ich aufgebrochen bin, habe ich in einem Schreibwarenladen nach dem leichtesten Block gefragt, denn ich wollte auch Seiten für Briefe heraustrennen können. Schließlich machen schon wenige Gramm eine Menge aus, wenn man täglich mit einem schweren Rucksack unterwegs ist. Natürlich hätte ich auch eine Art Reiseführer schreiben können, aber mir schwebte etwas anderes vor. Ich habe einfach darauf gewartet, bis mir eine Geschichte oder Figuren in den Sinn kamen.

Viele Pilgerbücher berichten davon, wie leicht man sich verlaufen kann, auch Nico - die Hauptfigur Ihres Romans - verpasst schon mal den richtigen Pfad.

Natürlich kann das immer mal passieren. Allerdings muss ich sagen, zumindest in Spanien ist der Hauptweg überwiegend gut ausgeschildert. Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich zum ersten Mal gepilgert und noch einmal für die Buchrecherche einen Teil der Strecke gelaufen bin. Gut möglich, dass sich in der Zwischenzeit einiges getan hat, zumal das Pilgern ja immer beliebter zu werden scheint. Ein wenig gehört das Sich-Verfransen auch dazu. Meine Erfahrung war, dass die Leute immer sehr hilfsbereit sind. Wenn man sich kleine Klöster oder Kirchen anschauen möchte, liegen die nicht immer direkt auf dem Weg. Man muss also sowieso hin und wieder vom Hauptpfad abweichen. Man trifft auch immer wieder auf andere Pilger.

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