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Zhuang zi
Zhuangzi - Das Buch der Spontaneität: Über den Nutzen der Nutzlosigkeit und d...
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„Betrachte die Leere“

„Betrachte die Leere“

„Befreie dich von den Machenschaften des Geistes, werde ein-fältig wie ein Kind. Dann kann kein Übel deine Ganzheit zerstören“ – so könnte man die Lehre des legendären Tao-Meisters Zhuang (Dschuang) aus dem nach ihm benannten Weisheitsbuch „Zhuang Zi“ zusammenfassen. Dazu muss man „in der leeren Kammer des Geistes innehalten und das klare Licht des Himmels“ schauen.

Leere ansammeln

„Darf ich fragen, was das ‚Fasten des Geistes’ ist?“, fragte Yan Hui, der Lieblingsschüler des Konfutse.

„Bewahre die Einheit deines Willens“, sagte Konfutse, „und höre nicht mit deinen Ohren, sondern mit deinem Geist. Höre nicht mit deinem Geist, sondern mit deinem Ursprünglichen Atem. Die Ohren können nicht mehr als hören, die Geisteskräfte können nicht mehr als berechnen. Der Ursprüngliche Atem jedoch wartet leer auf die Dinge. Nur durch den WEG kann man Leere ansammeln, und Leere ist das Fasten des Geistes.

Betrachte die Leere – in der leeren Kammer strahlt ein klares Licht. Glück liegt darin, innezuhalten, wenn es Zeit ist innezuhalten. Hältst du nicht inne, dann nennt man das ‚galoppieren, während man sitzt’. Lass deine Sinne im Innern kommunizieren und befreie dich von den Machenschaften des Geistes.“

Sitzen und vergessen

„Ich mache Fortschritte“, sagte Hui.
„Was meinst du damit?“, fragte Konfutse.
„Ich habe die höchsten Künste – die Riten und die Musik – vergessen.“
„Nicht schlecht, aber du hast es noch nicht erfasst.“ Eines anderen Tages traf Yan Hui Konfutse wieder und sagte: „Ich mache Fortschritte.“

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