Der Narr im Tarot

Der Narr im Tarot

Teil 3: Seine Botschaft : „Lebe leicht!“

„Der Narr“, die erste Tarot-Karte, vermittelt uns die Botschaft: „Vertraue den Wegen deines Schicksals. Mit dieser sorglosen Haltung ziehst du alles Gute, Schöne und Notwendige an, um deine Bestimmung zu erfüllen.“

BETRACHTE ARBEIT ALS SPIEL.

Das tänzerisch Leichte seiner Zwillingskarte „Die Welt“ (vgl. Teil 2) bringt auch „Der Narr“ zum Ausdruck, besonders in dem Bild des Rider- Waite-Tarot. Für ihn gibt es keine Trennung zwischen Arbeit und Spiel. Wenn er einmal arbeitet, dann nie unter dem Fluch „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen“, sondern immer mit dieser spielerischen, freudigen Komponente. Arbeit ist für ihn vor allem Selbst-Ausdruck.

Darin hat der Narr eine in ihrer Bedeutung gar nicht zu überschätzende Botschaft für uns heutige Menschen: Er hat ein tiefes Urvertrauen in die Wege des Schicksals. In ihm gibt es keinen Raum für Existenz-Angst oder Selbstzweifel. Diese Haltung ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, mit welcher der Narr alles für ihn Gute, Schöne und Notwendige anzieht, um seine Bestimmung zu erfüllen. Der Meister sagt in einer der bekanntesten Passagen des Neuen Testaments: „Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung?“ Mit anderen Worten, der Mensch ist nicht für die Arbeit oder das Kapital und den Mehrwert da, sondern vielmehr: Arbeit ist das Mittel des Menschen zum Selbst-Ausdruck, zu Selbst-Verwirklichung und persönlicher Transformation.

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