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Bernie Glassman beim Auschwitz-Retreat (Foto: Peter Cunningham)

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Der Weise auf dem Marktplatz

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Zen-Meister Bernard Glassman und das Mitgefühl

Die spirituelle Praxis beginnt zwar auf dem Meditationskissen, endet aber nicht dort. Vollendet wird sie erst im liebevollen, selbstlosen Einsatz für die Mitmenschen und Mitgeschöpfe. Bernie Glassman Roshi, der im Juni nach Auschwitz und Berlin kommt, legt mit seinen transformierenden sozialen Projekten Zeugnis ab für dieses universale Prinzip.

Bernie Glassman Roshi (Foto: Peter Cunningham)

„Die Tiefe der Erleuchtung eines Menschen kann man daran ermessen, wie er anderen dient.“ In diesen Worten von Kobo-Daishi aus dem 9. Jahrhundert findet sich die zentrale Botschaft des zeitgenössischen Zen-Meisters Bernard Tetsugen Glassman verdichtet. Für Glassman Roshi beweist sich ein wahrhaft spiritueller Weg im tätigen Mitgefühl und im aktiven Eintreten für eine bessere Welt. Damit wurde der in den USA lebende Zen-Meister zu einem der weltweit wichtigsten Wegbereiter und Vertreter eines sozial engagierten Buddhismus. Er gilt zu Recht als einer der kreativsten Köpfe und rebellischsten Freigeister des Zen. In einem Podiumsgespräch mit dem Dalai Lama im vergangenen Jahr in Frankfurt erteilte er der weit verbreiteten spirituellen Meinung, dass wir erst zum inneren Frieden finden müssten, bevor wir uns für den Frieden in der Welt einsetzen könnten, eine deutliche Absage und gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass gerade unser aktiver Einsatz für eine friedlichere Welt zum inneren Frieden beiträgt.

Für Glassman Roshi beweist sich ein wahrhaft spiritueller Weg im tätigen Mitgefühl und im aktiven Eintreten für eine bessere Welt.

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