Bilder zum Artikel

Buchtipps

Yogananda Paramahansa
Der Yoga Jesu: Einblick in die verborgenen Lehren der Evangelien
- Mehr zum Buch

Der gerade Weg zum Herrn

Der gerade Weg zum Herrn

Jesus Christus lehrte denselben Pfad zur Vereinigung der Seele mit Gott wie die indischen Yogis. Dies erläutert und belegt Paramahansa Yogananda, selbst ein gottverwirklichter Meister der Meditation, in einem faszinierenden neuen Buch: Der Yoga Jesu .

Paramahansa Yogananda, der 1920 im Auftrag seines Lehrers Sri Yukteswar den Pfad des Kriya-Yoga über die Grenzen Indiens hinaustrug und die Self-Realization Fellowship in den USA gründete, erkannte in Jesus von Nazareth einen Yogi der höchsten Stufe. Frei von kirchlich-dogmatischem Ballast, erklärte Yogananda über dreißig Jahre lang die ursprünglichen Lehren Jesu anhand der Evangelien, unter Verweis auf die Bhagavad-Gita und den von ihm selbst gelehrten Yoga-Pfad zur Gottverwirklichung. In „Der Yoga Jesu“, dem folgender Beitrag entnommen ist, zeigt Yogananda deutlich auf, dass Jesus nicht nur die Grundsätze des Yoga selbst kannte, sondern diese universale Wissenschaft der Gottverwirklichung auch an seine Jünger weitergab.

Machet gerade den Weg!

In den Bibelversen, in denen Johannes der Täufer sich selbst beschreibt, ist eine wunderbare Offenbarung des Weges verborgen, der zur inneren Verbundenheit mit Gott führt: „Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wildnis: Macht gerade den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat“ (Johannes 1.23; siehe auch Jesaja 35.8-10).

Wenn die Sinne nach außen gerichtet sind, werden sie gefangen genommen vom geschäftigen Treiben der Schöpfung: von den vielschichtigen, ineinandergreifenden Prozessen in der Welt der Materie. Selbst wenn man die Augen im Gebet oder in tiefer Konzentration geschlossen hält, weilt man immer noch in einer Atmosphäre der Geschäftigkeit. Die eigentliche Wildnis, die unberührt bleibt von weltlichem Denken, von Ruhelosigkeit und irdischen Wünschen, findet man jenseits des Sinnesbewusstseins, des Unterbewusstseins und des Überbewusstseins – im kosmischen Bewusstsein des GEISTES, der unerschaffenen, weglosen „Wildnis“ unendlicher Glückseligkeit.

Als Johannes in der Wildnis der Stille den allwissenden Kosmischen Laut im eigenen Innern hörte, vernahm er das schweigende Gebot der intuitiven Weisheit: „Macht gerade den Weg des Herrn.“ Offenbart den Herrn (das Christusbewusstsein, das in der ganzen Schöpfung vibriert) im eigenen Innern durch das intuitive Gefühl, das dann erwacht, wenn sich die göttlichen metaphysischen Zentren des Lebens und Bewusstseins in dem geraden Weg der Wirbelsäule öffnen.

Geistige Wahrheit und Weisheit findet man nicht in den Worten eines Priesters oder eines Predigers, sondern in der Wildnis inneren Schweigens.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

AGBCopyright & DatenschutzImpressumKleinanzeige aufgeben