Ein Lächeln für die Angst
Angst begleitet uns auf Schritt und Tritt durchs Leben, mal offenkundig, mal eher unterschwellig. Sie ist die gewohnte, allgemein menschliche Reaktion auf jede Gefahr für Leib und Leben, auf jede Bedrohung für das Meine, für meine Vorhaben, Interessen und Wünsche.
Angst entspringt dem natürlichen Selbsterhaltungstrieb des Körpers und löst eine von zwei gegensätzlichen Schutzreaktionen aus: entweder Flucht vor der Gefahrenquelle oder Kampf bzw. Aggression und Angriff. Die Begegnung mit einem Grislybär in der Wildnis Kanadas oder eine Flutwelle in Thailand überlebe ich nur, wenn ich die Lage korrekt einschätze und die richtige Option treffe. Aber auch wenn ich mich in meinem Ego angegriffen fühle, etwa wenn mein tolles Image durch Kritik oder Misserfolg angekratzt wird, löst die Angst eine Selbstbehauptungsreaktion aus (z.B. Schönreden, Rechtfertigung oder Verdrängung).
Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst. (Seneca)
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